Mit Pelletöfen Kostengünstig heizen

und die Umwelt schonen

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News 2009
Holz ist als Energieträger begehrt wie nie. Der Wald kann den Bedarf nicht mehr decken, nun sollen Plantagen die Versorgung sichern. Zudem entdecken große Energiekonzerne das Geschäft mit dem Rohstoff Holz.

Nach einem Artikel des FTD (Finanztreff Deutschland) steigt der Holzbedarf Weltweit. Denn Holz ist nicht nur als Rohstoff für Papier und Möbel gefragt, sondern auch als Energieträger. Allein in deutschen Wäldern werden in diesem Jahr insgesamt rund 75 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen, schätzt Albrecht Bemmann, Professor für Forst- und Holzwirtschaft an der Technischen Universität Dresden. Das sind rund 20 Millionen Kubikmeter mehr als im Jahr zuvor.

Für die Strom- und Wärmeproduktion werden in Deutschland 2009 voraussichtlich rund 52 Millionen Kubikmeter Holz verfeuert - wobei es sich dabei überwiegend um Waldrest- und Industrieholz handelt.

Aktuell gibt es in Deutschland rund 1100 Biomasse-Heizkraftwerke mit einer Leistung von mehr als 500 Kilowatt, die aus Holzpresslingen - den sogenannten Hackschnitzeln - Wärme erzeugen. Hinzu kommen 200 Biomasse-Heizkraftwerke. Der überwiegende Teil der Hackschnitzel wird allerdings in den Pelletheizungen von Ein- und Mehrfamilienhäusern verbrannt, wovon es hierzulande mittlerweile rund 140.000 gibt. Tendenz steigend.

Mangelware Holz ist der mit Abstand am häufigsten genutzte erneuerbare Energieträger. Deutschlandweit gibt es bereits rund 140 000 Haushalte, mit Pelletheizung, in der ausschließlich Holz verfeuert wird. Die Tendenz ist steigend. Um Raubbau im Wald zu vermeiden, raten Experten, Holz in Kaskaden zu nutzen: erst Baustoff, dann Brennstoff.

Rasanter Anstieg

Der Bedarf an Pellets ist vor allem in diesem Jahr stark gewachsen. Allein im zweiten Quartal 2009 wurden in Deutschland 430.000 Tonnen Pellets produziert. Nach Angaben des Deutschen Energie-Pellet-Verbands (DEPV) ist das ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. 

Ganze Siedlungen werden inzwischen mit der Wärme aus Biomasse versorgt - wie in zahlreichen Gemeinden im waldreichen Nordhessen: "Das Heizen mit Holz wird gerade in kommunalen Liegenschaften wie Schulen, Sporthallen und Dorfgemeinschaftshäusern forciert", sagt Andreas Meissauer, der im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Projekte der Bioenergie-Region koordiniert.

Interesse der Energiekonzerne

Als weitere Quelle für Energieholz wird derzeit der Anbau schnellwachsender Bäume wie Pappeln oder Weiden erprobt. Der Heiztechnikhersteller Viessmann aus dem nordhessischen Allendorf beispielsweise betreibt einen solchen Versuchsbetrieb, der auf 160 Hektar Energieholzplantagen anbaut. 200 sollen es werden, sagt Projektleiter Hans-Moritz von Harling.

"Wir können Heiztechnik für Biomasse nur glaubwürdig verkaufen, wenn wir zeigen, wie es geht", erklärt Harling das Engagement. Die Viessmann-Heizzentrale wurde inzwischen auf Holz umgestellt. Um den Bedarf zu decken, müssen die Hackschnitzel derzeit vollständig auf dem Markt gekauft werden. Ab 2010 soll dann die Hauptversorgung aus eigenem Anbau erfolgen.

Selbst Energiekonzerne wie RWE steigen in das Geschäft mit dem Rohstoff Holz ein
- und zwar über das Tochterunternehmen RWE Innogy Cogen. Als Auftakt gründete RWE Innogy Cogen im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein ein Biomasse-Heizkraftwerk. Wenn es in diesem Herbst in Betrieb genommen wird, wird es einen jährlichen Holzbedarf von 50.000 Tonnen haben. Der soll zunächst mit dem Holz gedeckt werden, das bei der Aufarbeitung der Windwurfflächen des Orkans Kyrill im Sauer- und Siegerland angefallen ist. Später soll knapp ein Drittel aus Holzplantagen vom Acker stammen.

 

 

geschrieben von Thomas Gaul am 30.09.2009 um 15:29 Uhr.