Was sind Pellets ?
Ein Pellet (englisch: pellet = Bällchen) ist ein kleiner Körper aus verdichtetem Material in Kugel- oder Zylinderform.
Pellets haben eine definierte größe und homogene Eigenschaften. Aus diesem Grund werden Pellets z.B. in der Futtermittelindustrie verwendet.Arten von Pellets:
Woher kommt das Holz für die Pellets ?
Zur Herstellung von Pellets werden hauptsächlich Sägespäne, die in der Holzindustrie anfallen verwendet. Im Wald wird kein Baum mit dem Ziel der energetischen Nutzung gefällt.
Einige Pellethersteller pflanzen Energiewälder / Kurzumtriebsplantagen. Auf diesen Flächen wird gezielt Energieholz angebaut und so einen ausrechende Holz Versorgung gewährleistet.
Qualität von Holz Pellets selbst erkennen !
Die Qualitätsanforderungen von Holzpellets sind in Deutschland in der DIN 5173 und in Österreich in der ÖNORM M7135 festgelegt. Außerdem gibt es für Pellets das Qualitätszeichen DIN plus, das noch höhere Anforderungen an den Brennstoff stellt.

Fast niemand hat ein Labor zu Prüfung der Pelletqualität zuhause, aber jeder kann auf einfachste Weise mit blossem Auge die Qualität kontrollieren.
Holzpellets sollten eine glatte, leicht glänzende Oberfläche ohne Längsrisse haben.
Beim Einblasen der Holzpellets in den Pelletlagerraum entsteht Staub. Dies ist kein Qualitätsmerkmal, sondern völlig normal. Die Menge des Abriebs hängt zwar von der Qualität der Holzpellets ab, ist aber nur im Labor zu messen.
Die Qualität der Pellets mit einem Glas Wasser zu Testen ist wenig aussagekräftig, denn gute Pellets gehen unter, schlechte aber auch.! Trozdem kann die Verfärbung des Wassers Aufschluss über die Qualität geben. Bei Pellets guter Qualität wird das Wasser wieder fast klar, bei schlechter Qualität entsteht eine trübe, braune Brühe.
Die Farbe der Holzpellets lässt sich keine Rückschlüsse auf die Qualität zu. Sie ist beeinflusst von den verwendeten Holzarten und der jeweiligen regionalen Herkunft .
Herstellung von Holzpellets
Ausgangsmaterial für Holzpellets ist normalerweise Industrierestholz aus Sägewerken, d.h. Sägemehl und Sägespäne.Zuerst werden Fremdmaterialien wie Metalle und Steine zu entfernen. Dies geschieht in einem Metall- und Schwergutabscheider. Anschließend wird das Holzmaterial in der Hammermühle zerkleinert. Danach werden die Holzspäne in eine Trocknungsanlage getrocknet. Damit die Holzpellets insgesamt eine gute Klimabilanz vorweisen, sollte die Energie für den Trocknungsprozess mit Hilfe Erneuerbarer Energien gewonnen werden. Dazu eignet sich die Anbindung an eine Biogasanlage oder ein Biomasse-Heizkessel, welche die nötige Prozesswärme bereitstellen können.
Nach dem Trocknen folgt der Konditionier Prozess. Hier wird einheitlicher Feuchtegehalt von 10 bis 15 Prozent angestrebt. Ergänzend wird den Spänen Stärke als Bindemittel zugefügt.
Nun kommt die Masse in eine Matrizenpresse .
Unter hohem Druck und bei einer Temperatur von etwa 40°C bis 50°C wird die Masse gepresst und durch die Bohröffnungen der Matrize gepresst. Dadurch erhalten die Pellets ihre typische Form. An der Außenseite der Matrizenpresse schneidet ein Messer die Pellets auf eine Länge von 5 bis 45 Millimeter zu. Abhängig von der Größe der Bohröffnungen haben die Pellets einen Durchmesser von 5 bis 8 Millimetern. Die Späne verkleben durch das im Holz enthaltene Lignin und die zugegebene Stärke.
Am Ende des Produktionsprozesses werden die Holzpellets in einem Kühler mit Hilfe eines Luftstroms ausgekühlt und damit ausgehärtet.
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